Bach und Wien (Leipziger Beiträge zur Bachforschung, Bd. 13, Olms-Verlag/Nomos)
Bach-Rezeption ist lebendige Geschichte: Auch in der Musik von Haydn, Mozart, Brahms oder Schönberg klingen oft Werke der Bach-Familie an. Was kannte in Wien überhaupt von den Bachs? Welche Netzwerke zwischen Berlin, Dresden und Wien gab es? Und welche Wege ging eine Bach-Passion, bis sie im Jahre 1900 endlich in der fernen Bukowina (heute Ukraine) aufgeführt werden konnte?
Unter den Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts sind in Wien besonders viele, die sich mit der Musik von Johann Sebastian Bach intensiv auseinandergesetzt haben. Man hört das und man kann davon lesen. Und Mozart schrieb über Carl Philipp Emanuel Bach verschmitzt-ehrfürchtig: "Er ist der Vater, wir sind die Bub’n“. Beethoven wünschte von seinem Leipziger Verleger alles in die Hände zu bekommen, was dieser hatte. Und das Erfinden der Zwölftonmusik wäre ohne die kontrapunktische Systematik eines Johann Sebastian Bach kaum denkbar gewesen. Dazwischen gibt es viele Geschichten von Musikerinnen und Musikerinnen abseits der ausgetretener Pfade der Rezeption.
In einem 2026 erscheinenden Aufsatzband gehen wir den sehr unterschiedlichen Strängen und abgerissen scheinenden Fäden nach, die nach Wien und von Wien in die k.k. Provinzen führen. Wege, die auch durch persönliche Netzwerke zwischen Freunden, Verwandten und Geschäftspartnern möglich gemacht wurden, und die teils auch konfessionell begründet sind.
Die Buchvorstellung wird als Gesprächskonzert gestaltet. Es wirken mit: Dr. Christine Blanken (Bach-Archiv Leipzig, Autorin und Herausgeberin), Rachel Barton Pine (Violine, 1. Preisträgerin des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig 1992)
Bach und Wien
Gesprächskonzert & Buchvorstellung mit Musik von Johann Sebastian Bach
20.03.2026 » 19:00 Uhr
Bach-Museum, Sommersaal
Eintritt frei, Platzkapazität begrenzt